Pirat im Kreistag: Schüler sollen ÖPNV auch außerhalb von Schulweg und -zeit nutzen können

2. Oktober 2017

„Die Mehrheit im Kreistag fummelt am ÖPNV-Konzept herum, um sich vor den Kosten zu drücken und will sich offenbar um die Erfüllung dieses Auftrages der Daseinsvorsorge drücken. Grund genug einmal etwas einzufordern, dass den Nutzern (Schülern und deren Eltern) wirklich etwas bringt und kaum etwas kostet,“ so Dennis Klüver, Kreistagsmitglied der Piratenpartei. Sein Antrag wird jetzt Thema im Wirtschaftsauschuss: Die Landrätin wird beauftragt, bis zur nächsten Kreistagssitzung eine Änderung der Satzung über die Schülerbeförderung des Landkreises Nordwestmecklenburg zu formulieren, die eine Nutzung des Schülerfahrausweises ohne zusätzliche Kosten außerhalb der Schulzeiten und außerhalb der Wegstrecke zur besuchten Schule im Rahmen freier Kapazitäten erlauben. Die Regelung soll mit Verkündigung der Satzungsänderung sofort möglich sein.

Zur Begründung führt er aus: Die Veränderungen in einer Gesellschaft mit immer weniger Kindern, verlangt eine Anpassung an die Art der verstärkt nur noch überörtlichen Angebote der Kinder- und Jugendarbeit – vom Sportverein bis zur Jungen Gemeinde. In ihrer geringen Freizeit soll Kindern und Jugendlichen erlaubt werden die Infrastruktur in sehr bescheidenen Maße zusätzlich nutzen zu können. Es werden keine wesentlichen Einnahmeminderungen für den ÖPNV erwartet, die Umwelt wird jedoch von einem Teil Individualverkehr, nämlich den Kutschierfahrten der Eltern, entlastet und das Image des ÖPNV wird bei der jungen Generation verbessert.