Nachruf auf Frank Schultz

29. Januar 2013

Gestern trafen sich die Schweriner Piraten zu ihrem monatlichen Stammtisch. Gute Tradition ist es geworden, dass einige von uns vorab Frank zu Hause oder in letzter Zeit im Krankenhaus besucht haben.
So sollte es auch dieses Mal sein. Noch am Vormittag wurde uns gesagt, ja wir könnten Frank besuchen. Umso schlimmer die Nachricht, die wir dann am frühen Nachmittag zur Kenntnis nehmen mussten.

Wir kannten Frank als Kämpfer für die Piraten, hieraus schöpfte er seine Kraft und war immer mit dabei, wenn seine Gesundheit es erlaubte. Als ich zu den Piraten stieß, lernte ich jemanden kennen, der stolz auf seine Mitgliedsnummer #499 und auf seine Mitarbeit im Schiedsgericht war. Ich lernte, auch immer darauf zu achten, Räume zu finden, die uns ermöglichten, Frank in unserer Mitte zu haben.
Seine direkte Art ermöglichte uns, ihn so zu nehmen, wie er war – einfach als Mensch, der Wünsche und Erwartungen hat, aber auch weiß, wie es um ihn steht. Immer wieder brachte er sich ein, nicht nur mit kleinen und großen Spenden, sondern auch als Pirat, als Mitglied des Schiedsgerichts und als der, der im letzten Februar bei den Anti-Acta Demos mit seinem Rollstuhl dabei war.
Wir hatten noch viel Gemeinsames vor. Am Herzen lag ihm die politische Aufklärung und nicht so sehr die Sitze in den Parlamenten. Besonders aufgewühlt hat ihn die Diskussion zum Finanzausgleich innerhalb der Partei. So suchte er den Kontakt, um einfach ein Zeichen zu setzen. So war er, direkt und die Interessen der Gemeinschaft im Blick. Es ging ihm nie um sich, es ging ihm immer darum, wie er anderen mit seinen Möglichkeiten helfen kann.
Jeder kennt den Tweet vom 16.01.2013 21:20

Wir werden ihm diesen Wunsch erfüllen.
Und so wird er uns im Kreisverband Westmecklenburg in Erinnerung bleiben.
Wir waren uns einig, dass wir Frank am besten gedenken, indem wir uns der politischen Arbeit und den Aufgaben der Zukunft stellen.

//RP