Pirat: Sparkasse Mecklenburg-Nordwest auf Abwegen

29. Dezember 2015

Das Mitglied der Piratenpartei im Kreistag Nordwestmecklenburg, Dennis Klüver aus Rehna, kritisiert die neuen Pläne der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest. „Wer am Anfang und Ende der Woche schon wenig Zeit für seine Kunden hatte, der kann jetzt nicht diese bereits falsche Maßnahme anführen, um noch mehr die Öffnungszeiten einzuschränken. Die Sparkasse ist in Trägerschaft des Landkreises und soll eigentlich mehr als alle anderen dem Gemeinwohl verpflichtet sein. Noch mehr Kunden werden auf andere Bankangebote im Internet ausweichen. Doch es sind nicht nur die Öffnungszeiten, sondern auch die erstmals verlangten Kontogebühren für Vereine und die nicht wirklich sinkenden Kosten für Dispo-Kredite. Das ist Krämer-Seelen-Politik und zu mindestens einem hanseatischen Kaufmannsideal abträglich.

Nach meiner Vorstellung sollte nur eine Kontoführungsgebühr für die Institutionen erhoben werden, die es sich aufgrund der Einnahmen aus ihrer Vereinstätigkeit finanziell auch leisten können, eine solche zu entrichten. Die Sparkasse kann nicht auf der einen Seite Vereine mit Gewinnausschüttungen fördern und auf der anderen Seite finanzschwachen Vereinen mit der Gebührenschraube zusetzen.

Die überhöhten Kosten der Dispokredite sind eine unverhohlene Bereicherung am finanziellen Problemen von bestimmten Kunden, die ihren Dispo nicht schnell genug ausgleichen können. Denn die Risiken sind hier eigentlich gering. Sowas macht man nicht.

„Nur Protest aus der Bevölkerung kann hier nochmal ein Umdenken herbeiführen. Beschweren Sie sich als Betroffene über diese Fehlentwicklungen bei Landrätin Weiss und Wismars Bürgermeister Beyer, die beide für den Landkreis in den Entscheidungs-Gremien der Sparkasse sitzen.”